Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Kniebis(er)Leben für August, 2011.
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- 29.11.2011: Der Schwabenweg, oder wie führe ich meine Gäste in die Irre
- 23.11.2011: Das Neue Jahr scharrt auch schon mit den Hufen
- 21.11.2011: Und wann gibts Schnee
- 16.11.2011: Sonnige Aussichten auf schneeweiße Landschaft
Archive für August 2011
Die Schönheit kleiner Dinge
31.8.2011 von Ellen.
Da das Wetter ja weiterhin schön warm ist, nehme ich dich heute mit auf eine Wanderung. Und dabei liegt mein Augenmerk nicht auf der atemberaubenden Strecke - ist sie nämlich nicht - sondern auf den kleinen Dingen, die man so am Rande sieht. Ich wander gemütlich vom Parkplatz Buchschollen zum Ellbachseeblick. Schon in diesem kleinen Stückchen Wald fällt mein Blick auf unsere Heidelbeeren. Dieses Jahr war die Ausbeute nicht rießig, aber die Büsche, die erste roten Blättchen bekommen, sind einfach schön. Am Ellbachseebrunnen vorbei komme ich zum Ellbachseeblick. Da muss ich nichts zu sagen - ich glaube, es ist einer der schönsten Auussichtspunkte. Der Blick auf die Schwarzwaldhochstraße und zeitgleich der Blick auf den See und das Mitteltal- großartig.
Am Ellbachseeblick gehe ich ein Stückchen abwärts in Richtung See und halte mich dann aber gleich links auf dem zugewachsenen alten Holzabfuhrweg. Und hier finde ich dann die kleinen Dinge, die mich so faszinieren.
Viele verschiedene Moose, die durch die Lupe betrachtet, aussehen als seien sie ein ganzer Wald. Die einzelnen Stengeln sehen aus wie kleine Tannenbäume.
Und dann Bärlapp. Ebenfalls klein, unscheinbar, einfach nur grün. Dieses Gewächs habe ich erst hier oben auf dem Kniebis kennengelernt. Und eigentlich weiß ich immer noch nicht viel darüber. Sie ist sehr alt und es soll sie bereits vor 300 Millionen Jahren gegeben haben. Ihre Sporen sind früher von Apothekern zum “Pillendrehen” verwendet worden. Ausserdem wurden die Sporen wohl auch zum “Zaubern” eingesetzt - mit ihnen hat man wohl pyrothechnische Effekte erzielt.
Und mit dem Blick auf die kleinen Dinge finde ich ganze Landschaften, mit Felsformationen aus Steinen, Wäldern aus Moos, gefährlichen Ungeheuern wie Ameisen oder einem Käfer.
Ich spaziere den Weg weiter hinunter, bis ich wieder auf die offzielle Wanderstrecke komme. Hier gehe ich dann rechts immer abwärts. Dabei ist der Blick hinunter ins Seesträßen offen und ab und zu sieht man einen Raubvogel vorbei gleiten. Je näher ich dem See komme, desto mehr kleine Quellen treffe ich, die rechts aus dem Berg strömen.
Nach einer Pause am Ellbachsee, der mich zu jeder Jahreszeit an Canada erinnert, steige ich die Karwand hinauf und komme wieder beim Ellbachseeblick an. Atemlos, weniger wegen des Ausblicks mehr wegen des Anstiegs.
Glücklich und zufrieden gehe ich wieder nach Hause nach meiner phantasievollen Reise durch die Welt der kleinen Dinge.
So wanderst du einmal anders…. Gruß Ellen
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Sie send jo sogar am Sondag do….. des fend i klasse!
30.8.2011 von Ellen.
Des isch mir nonder wia warms Wasser! Klar send mir au am Sondag do. Grad am Sondag! Do hennt nämlich d’Leit Zeit und do kommat älle gern do ruff, ganget a weng spaziera, esset ebbes ond lasset sichs gutganga. Ond mir machat nix anders als zeiga wo mr bsonders guat spaziert oder wos äbbes ganz Guats gibt.
Ond deswäga hend mir au Sondags uff. Weil do die meischte Leit do send ond ons brauchat. Aber mir send au bei schlecht Wetter ond mondags do. Ond weil mir scho do send - no freiat mir ons oomäßig über jeden der ruff kommt.
Warsch du au scho do?? Gruß Ellen
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Moor macht schön!
24.8.2011 von Ellen.
Moor und Kniebis - passt das! Ja das passt. Sicher haben wir hier kein metershohes Moor wie in manch anderen berühmten Mooren Deutschland. Aber im badischen Teil des Kniebis gibt es eine größere Fläche Moorlandschaft. Es liegt direkt unterhalb des Grenzweges und hier entspringt der Eichelbach.
Und früher stand hier ja das Hotel Lamm und das Hotel Lamm wusste damals schon Bescheid, dass man seinen Gästen was besonderes bieten muss. Und so hatte das Hotel neben dem Skilift auch ein kleines Freibad, das vom Wasser des Eichelbachs gespeist wurde und bis heute wird.
Bis heute gibt es das kleine Bad noch. Das Wasser ist dunkel und sehr kalt und offiziell ist es auch nicht mehr als Freibad zugelassen. Aber es wird von den Kniebisern und vielen Gästen immer noch rege genutzt im Sommer. Denn ein Bad in dem kalten und moorhaltigen Wasser ist sehr erfrischend.
Und Moorwasser soll schön machen! Östrogen sei drin. Ich hab zwar noch keine Veränderungen an den Badegästen festgestellt, aber am Besten, du probierst es aus.
Liebe Grüße Ellen
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Im Wald kannst du was erleben: Ein Reh das “schreckt” - ich aber auch!
23.8.2011 von Ellen.
Vor kurzem habe ich abends noch eine gemütliche Runde gedreht und biege gerade so vom Buschschollensträßle in Richtung Ellbachseeblick ein, als aus dem Gebüsch wütendes Bellen kam! Ich habe Respekt vor Hunden. Ich bin total erschrocken stehengeblieben. Das Bellen hörte auf!
Uff! Vorsichtig wollte ich mich der bellenden Stimme nähern - kaum hatte ich mich bewegt - ging das wütenden Geschrei wieder los.
Ehrlich gesagt: ich kniff den Schwanz ein und bin über das Buschollensträßle wieder nach Hause spaziert. Dort ließ mir die Sache aber keine Ruhe und ich bin mit dem Auto noch einmal hingefahren (mit dem Metallkasten fühlte ich mich sicherer). Vielleicht war der Hund ja verletzt oder angebunden oder oder oder…… Aber als ich hinkam war alles ruhig und friedlich und es war kein Bellen mehr zu hören.
Wieder zu Hause rief ich einen Fachmann an - einen Förster!
Und der erzählte mir, das Bellen war ein Reh! Und zwar vor allem Rehe,die alleine unterwegs sind, wenn die in eine Situation kommen die ihnen gefährlich erscheint und sie nicht weglaufen können, dann bellen die! Tief und heiser und wütend! Eben zum Davonlaufen und zwar nicht das Reh.
Also, wenn dich das nächste Mal im Wald was anbellt - es könnte auch ein Reh sein!
Übrigens triffst du auf das bellende Reh am ehesten in der Morgen- oder Abenddämmerung! Gruß Ellen
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Heute und morgen ist Grindenfest und das bei strahlendem Sonnenschein!
20.8.2011 von Ellen.
Weißt du überhaupt was Grinde bedeutet? Ganz einfach “Kahler Kopf” und woher das kommt? Nun hier oben war das Leben für die Bauern nicht leicht. Überall war Wald! Und wo sollte das Vieh weiden? Also hat man die Waldflächen einfach abgebrannt und dann wuchs das gebliebte Futter für das Vieh.
Heute brennen wir die Grinden nicht mehr ab. (Ist auch verboten) So viel Vieh gibts auch nicht mehr. Aber um heute diese einzigartige Landschaft zu erhalten gibt man sich Mühe. Erstens gibt es ein paar Hinterwälder Rinder - sehr schöne kleine wendige Kühe, ebenfalls sehr lecker und gesund, die hier oben weiden - und zweitens machen sich ehrenamtliche Helfer jedes Jahr gemeinsam mit den Profis vom Naturschutzzentrum die Arbeit und schlagen die ganzen kleinen Fichten, die sonst alles wieder zu wuchern würden, aus. Bei dieser Aktion freun wir uns wenn du mitmachst.
Und einmal jährlich findet rund um den Schilffkopf dann das Grindenfest statt. Essen und Trinken ganz klar, gute Musik ebenfalls und vorallen Vorführungen wie Schafe scheren, filzen und was sonst noch hier oben gemacht wurde.
Viel Spaß wünsch ich dir! Ellen
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Ausflug
19.8.2011 von Ellen.
Heute nehme ich dich mit auf einen Ausflug hinunter ins Wolftal. Und weil ich so bequem bin, fahre ich mit dem Auto. Außerdem sieht das Wetter nicht so doll aus - dunkle Wolken. Wenn man von hier runter fährt kommt man als erstes in den Holzwald. Dort sehenswert ist das Waldkulturhaus. Hier wurde alles zusammen getragen rund um das Thema Holz und Wald und die damit verbundenen Werkzeuge - sogar ein großes Floss wurde zusammen gebaut. Auch Bad Rippoldsau hat so eine tolle Truppe Rentner, die überall mit Hand anlegen und ihre tollen Idee einbringen. Ich fahr dann weiter und komme an der leider verlassenen Kurklinik in Bad Rippoldsau vorbei. Es ist wirklich schade, das Schwimmbad mit dem Becken zum raus schwimmen fehlt mir. Aber wie so oft - wenn Große Kleine schlucken bleibt nicht viel übrig - und so auch hier. Aber wenn ich nun schon einmal da bin besuche ich doch im Kurhaus Josef Oehler, meinen Kollegen. Der hat rund um sein Büro übrigens einen wirklich schönen Kurpark. Vielleicht bekomme ich ja einen Kaffee!
Meine nächste Station ist der Bärenpark. Entlang der Wolf folge ich dem Sträßchen. Übrigens soll das Wolftal das Tal der Tiere werden und bereits heute - wo immer man hinschaut - hier sind Kühe, dort grasen Esel, hier Wild usw. bereits heute sieht man viele Tiere im Tal. Im Bärenpark angekommen bin ich schon ganz gespannt, ob ich denn alle Bären zu sehen bekomme. Mit den Bären klappt das eigentlich immer, nur die Wölfe verstecken sich, sobald ich komme. Vor kurzem kam übrigens ein Gast und hat mir erzählt, er hätte gehört, die Wlölfe seien gleich nach der Ankunft gestorben. Aber da habe ich sofort unten angerufen und erfahren, dass es den Wölfen bestens geht - auch wenn man die nicht so einfach sieht.
Das Tal der Wolf ist ein wirklich schönes Tal. Am Anfang im Holdwald ist alles noch ganz eng und steil aber dann wird es langsam immer weiter. Es gibt hier auch noch viele Bauernhöfe, zum Teil noch richtig im alten Stil erhalten.
Am Schluss bin ich in Wolfach und bummel dort ein bißchen durch die kleine Altstadt. Eine gute Tasse Kaffee im Straßencafé und ich fahre gemütlich über Alpirsbach, Lossburg und Freudenstadt zurück auf meinen Berg.
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Verwunschener Brunnen
10.8.2011 von Ellen.
Heute möchte ich dir von einer Wanderung erzählen, die ich im Frühjahr unternommen habe und die mir wirklich gut gefallen hat. Ersten hat sie ein bißchen Kondition erfordert und zweitens war sie stellenweise etwas ab von viel begangenen Wegen.
Der erste Teil war klassisch - ich wollte zu den Sankenbachwasserfällen und zum See. Über den Buchschollen bin ich erstmal bis zum Bucheck gelaufen und dann entlang des kleinen Pfades durch den Wald bis zur Wasserfallhütte. Dann ging es entlang des Wasserfalls hinunter zum See. Dort habe ich mich dann links gehalten und bin um den kleinen See spaziert bis es auf der anderen Seite wieder aufwärts ging - ab hier war dann die Kondition gefordert. Immer aufwärts und weiter und weiter und dann habe ich es gehört: ein leises Plätschern und dann erst konnte ich ihn sehen: Der verwunschene Brunnen war fast eins mit seiner Umgebung. Er stand unter einem kleinen Vorsprung direkt am Weg und war so bemoost und zugewachsene, daß man ihn erst auf den zweiten Blick wirklich sah.
Und ich fand ihn einfach schön.
Ab hier bin ich dann einfach gerade aus immer ansteigend weitergewandert - über einen kleinen Pfad, der ebenfalls an einem kleinen Wasser entlang ging. Bis ich oben - außer Atem, das geb ich zu - ganz in der Nähe der Kienberghütte wieder einen Blick über die Landschaft hatte.
Da mir etwas Ausruhen nicht schaden würde, habe ich einen Abstecher zur Hütte gemacht und habe die tolle Bank mit Blick über Mitteltal mit Beschlag belegt. Aber es war sowieso keiner an diesem Tag hier oben und so weit weg von den Dörfern unterwegs.
Den Rückweg habe ich dann gemütlich und fast eben über die Buchschollenhütte gemacht.
Es war eine wirklich lohnende Wanderung und am besten gefällt es mir, wenn du unterwegs etwas siehst, hörst oder erleben kannst, mit dem du nicht gerechnet hast.
Vielleichst suchst du den Brunnen auch einmal. Gruß Ellen
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Start in die Woche
8.8.2011 von Ellen.
Heute morgen war wieder einmal ein ganz besonderes Wetter - hier kann man immer sehen, was einem im Laufe des Tages erwartet - und während es im Osten noch schön war und die Sonne schien, zogen von Westen die ersten großen Wolken auf - noch von der Sonne angestrahlt, leuchtend orange. Und zwei Minuten später dann gab es den ersten Regenbogen des Tages. Ein echt schöner Start in die Woche
Und das wünsche ich dir auch Gruß Ellen
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Aussichten aufs Bergfest ond onser Schwemmbadfest
4.8.2011 von Ellen.
Unser Schwimmbad Geburtstagsfest war wirklich schön. Die große neue Rutsche war aufgebaut und der Förderverein Waldschwimmbad hat sich selbst ein Geschenk gemacht: das Freibad ist um einen Tischfussball reicher! Also auch Spaß und Spiel wenn unser Wetter sich nicht von seiner besten Seite zeigt. Und die Ballerinas der Bad’s, - allesamt mit Bartansatz - zogen eine humorvolle nasse Show ab. Sogar unser Oberbürgermeister war da, hat gratuliert und hatte eine Torte mit Sonnensegel dabei.
Überhaupt onsr OB! Mir Kniebiser henn den mit überwältigender Mehrheit gwählt ond no henn die Freidastädter nemme anders kenne ond hennd en au mit überwältigender Mehrheit wähla misse! S’isch en omgänglicher Kerle! No jong, aber freindlich, net ährekäsig oder so. Ond Humor hot der au. Der kommt au jeds Johr ufs Bergfest. Ond wenn den kennelerna willscht no kommscht am besta au. Mir dädet ons älle freie - vorne weg der OB.
Jetzt aber wieder hochdeutsch - sonst kommt ja keiner mehr mit. Aber der Kniebis hat einfach seine eigene Sprache und manches lässt sich in Mundart vieeeel besser sagen! Was die eigene Sprache angeht - die hat im Schwarzwald fast jedes Dorf. Eigene Wörter, Ausdrücke! Aber wenn du manches hier oben nicht verstehst, dann kann ich dir sagen, muss es nicht unbedingt an der Sprache liegen.
So ich hoffe, du hörst hier mal rein - Liebe Grüße Ellen
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